Medizin&Management 2018

Management Komplexer Systeme

Chancen für das Gesundheitswesen

 

Vortrag Prof. Dr. Peter Klimek

Vortrag Andrew Graley
 

Medizin&Management 2017

Lasst uns endlich arbeiten!

Gestaltungsmöglichkeiten für ärztliche Führungskräfte im österreichischen Gesundheitswesen

Ärztliche Führungskräfte warfen im Weitmoser Kreis einen gemeinsamen Blick auf ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten: Ihre Jahrestagung Medizin & Management 2017 am 17. November in Wien stand unter dem mehrdeutigen Motto „Lasst uns endlich arbeiten“.  Kosten und Nutzen als untrennbare Teile der Ökonomie, ihre Hebelwirkung für das Management von Gesundheitseinrichtungen und ihre Potentiale wurden gemeinsam analysiert; konkrete Aktivitäten in Workshops erarbeitet.

 

Vortrag Dr. Patrick Schöggl

Vortrag Dr. Nils Löber

 

Medizin&Management 2016

Wissensmanagement: Systeme – Herausforderungen – Lösungen.

war das Thema der Jahrestagung 2016 des Weitmoser Kreises in seiner Veranstaltungsreihe Medizin & Management. Mit Ihnen und unseren Referenten wollten wir erkunden, wie dem zunehmenden Gefühl des Unbehagens bei vielen Medizinern und anderen Health Professionals praktisch begegnet werden kann: viel Dokumentationsaufwand, der sich aber nicht im praktischen Wissensgewinn für die tägliche Patientenbetreuung niederschlägt.

Medizin&Management 2015

Besser – oder doch ganz anders!?
Zukunft eines expansiven Gesundheitssystems

Die Jahrestagung des Weitmoser Kreises in seiner Veranstaltungsreihe Medizin&Management widmete sich 2015 unter dem Titel „Besser – oder doch ganz anders!?“ der Analyse und Diskussion der Systemeigenschaft Expansivität unseres Gesundheitssystems.

Das innovative Headquarter von Microsoft in Wien mit seiner „Neuen Welt der Arbeit“ bot den kreativen Rahmen für das gemeinsame Querdenken. Denn dass allein mit mehr oder weniger vom Selben die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens nicht mehr möglich sein wird, war der Ausgangspunkt für die 75 Teilnehmer aus dem Bereich der Führung von Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitswirtschaft.
Namhafte Referenten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz luden mit ihren informativen und pointierten Vorträgen zum Nachdenken und Diskutieren ein. Der Weitmoser Kreis konnte durch die aktive Unterstützung der engagierten Teilnehmer in Arbeitsgruppen die Ergebnisse der Tagung auf den Punkt bringen. Eine Weitmoser Deklaration dazu ist in Vorbereitung.

Medizin&Management 2014

Gesundheitsreform auf Österreichisch
Aktueller Umsetzungstand der Zielsteuerungsverträge und ihre Auswirkungen

Einige der Teilnehmer an dieser Tagung können auf zehn miterlebte „Reformen“ des österreichischen Gesundheitswesens verweisen. Was die derzeit aktuelle Reform mit ihren Zielsteuerungsverträgen und guten Absichten bis hierher ins wirkliche Leben gebracht hat, ihre Auswirkungen in der Praxis der Patientenversorgung und die Einschätzung der ärztlichen Führungskräfte dazu waren die Themen der „Gesundheitsreform auf Österreichisch“. Der Weitmoser Kreis erstellt auf Basis der Erkenntnisse eine weitere Deklaration zur Entwicklung des Gesundheitssystems.

Stadträtin Magistra Sonja Wehsely eröffnete nach der Begrüßung durch den Sprecher des Weitmoser Kreises, Dir. Dr. Heinz Brock, mit einem Vortrag über die Herausforderungen und gesundheitspolitischen Zielsetzungen der Zielsteuerungsverträge.

Hofrat DI Harald Gaugg, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Steiermark, hinterlegte in seinem Grundsatzvortrag „Das österreichische Gesundheitsreformprogramm: Bedeutung, Hintergründe und Zielsetzung“ diese Ausführungen mit administrativen Details und der Schilderung der Probleme in der praktischen Umsetzung.

ÖKZ-Chefredakteurin Elisabeth Tschachler bot einen Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Entwicklungsstand der Reformumsetzung in den zehn österreichischen Gesundheitssystemen in Bund und Ländern und schilderte die Informationslücken und Kommunikationshürden in der kurz vor der Veranstaltung in eben diesen Systemen durchgeführten Recherche des ÖKZ-Redaktionsteams zum aktuellen Stand der Umsetzung.

In der Podiumsdiskussion „Gesundheitsreform zwischen SOLL und IST“ diskutierten unter der Moderation des Weitmoser-Sprechers Dr. Heinz Brock die Insider Mag. Georg Ziniel (GF Gesundheit Österreich GmbH), Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Buchberger, Mag. Franz Kiesl (OÖGKK), Elisabeth Tschachler und DI Harald Gaugg und formulierten ihre Erwartungen im Positiven und Negativen.

Prof. Dr. Heinz K. Stahl (WU Wien): konnte mit seinen sprachlich-logischen Ausführungen unter dem Titel „Ziele, Steuerung, Maßnahmen & Co.: Wieviel Unschärfe ertragen Reformpapiere?“ sehr unterhaltsam davon überzeugen, dass Vor-Denker immer gut daran täten, „nach“ zu denken, bevor sie ihre guten Absichten in Worte gießen.

Dr. Hans Rudi Fischer vom Heidelberger Institut für systemische Forschung konnte an vielen Beispielen und Paradoxa zeigen, dass die Wirkungen zielgerichteter Interventionen in große soziale Systemen regelmäßig für deren Urheber überraschend anders ausgehen als eigentlich geplant.

Der Befragungsfachmann Mag. Anton Prettenhofer (pluswert) stellte die teils überraschenden Ergebnisse der im Auftrag des Weitmoser Kreises zusammen mit der ÖKZ stattgefundenen Befragung (September 2014) der österreichischen ärztlichen Führungskräfte zur Reformumsetzung vor. Eine aktive Beteiligung von 24% (!) der Ärztlichen Leiter und Medizinischen Geschäftsführer zeigte das überaus große Interesse am Thema, aber auch bundesländerspezifische Unterschiede im Informationsstand, der weniger von den Promotoren der Reform als mehr von den Ärztekammern bestimmt wird, und förderte sehr konkret benannte Befürchtungen und Erwartungen für die Patientenversorgung in Österreich zu Tage.

Die Reform auf dem Tisch: Die abschließende Diskussion an runden Tischen, moderiert durch die Weitmoser dokumentierte die Erfahrungen der Tagungsteilnehmer mit den Auswirkungen der Reform, ihre Risiken und ihre Chancen. Die Ergebnisse werden in die Dritte Weitmoser Deklaration zur praktischen Gesundheitsreformumsetzung aufgenommen.

>> Kongressbericht zum Download

Medizin&Management 2013

Ärztemangel – Mythos oder Wahrheit?

Das in der Gesundheitspolitik derzeit umstrittenste Thema ist die Frage, ob und in welchem Ausmaß ein Ärztemangel die Gesundheitsversorgung in Österreich gefährdet oder in Zukunft gefährden wird. Diesem Thema versuchte sich der Weitmoser Kreis in seiner jährlichen Veranstaltung von verschiedenen Perspektiven her zu nähern.

Frau DI Czasny von der Gesundheit Österreich GmbH zitiert aus der ÖBIG-Studie, dass im Jahr 2030 hochgerechnet 7.700 Ärzte in Österreich fehlen werden. Dieser Ärztemangel ergibt sich aus dem Zusammenwirken der demografische Entwicklung und der derzeitigen Abwanderungstendenz österreichischer Ärzte. Obwohl Österreich über die zweithöchste Ärztedichte in der EU verfügt, macht sich eine eklatante regionale Ungleichverteilung negativ in der Gesundheitsversorgung bemerkbar. Da die verfügbaren Daten über die Inanspruchnahme bzw. die definierten Strukturerfordernisse keine eindeutigen Antworten auf die Frage nach der Existenz eines Ärztemangels liefern, muss das Ziel wohl eine morbiditätsbasierte Bedarfsschätzung sein.

Mag. Dr. Klaus Schuster von der NÖ Landeskliniken-Holding zeigt anhand der niederösterreichischen Gegebenheiten auf, dass es dringend notwendig ist, die Arbeitsbedingungen für Ärzte, insbesondere die Ausbildungsangebote, zu verbessern, um in Zukunft als Arbeitgeber für Jungärzte noch attraktiv zu sein.

Mag. Helmut Dörfler von der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft sieht den Schlüssel zur Problemlösung dagegen hauptsächlich in einer sorgfältigen Auswahl und Ausbildung ärztlicher Führungskräfte, da von der „Generation Y“ heute wesentliche andere und höhere Ansprüche an die jeweilige Führung gestellt werden.

Dass die Situation im Nachbarland Deutschland nicht wesentlich anders als in Österreich ist, schildert Dr. Dieter Knon, der Geschäftsführer der VIA Consult. Seine Analyse der Ursachen des Ärztemangels trotz steigender Ärztezahl zeigt auf, dass sowohl die demografische Entwicklung als auch der medizinische Fortschritt zu einem Mehrbedarf an Ärzten geführt hat und gleichzeitig die Attraktivität des ärztlichen Berufes durch eine Einschränkung der autonomen Gestaltungsmöglichkeiten gesunken ist. Die Fremdbestimmung durch zunehmende administrative Aufgaben sind nur ein Teilaspekt der Problematik. Als Lösungsansatz erkennt auch er die Professionalisierung der Führung und die Erhöhung der Ausbildungskapazität.

Dr.in Alexandra Kofler
, Ärztliche Direktorin der Uniklinik Innsbruck und Mag. Gerit Mayer, Abteilungsleiter für Personalentwicklung der TILAK, bringen in ihrem Vortrag das Problem auf den Punkt. Die bereits vorher angesprochenen Veränderungen im Generationenwechsel bedingen eine wesentlich aktivere Rolle, welche der ärztlichen Führung heute und in Zukunft zufällt. Ärztemangel ist Führungsmangel! Das Problem der zunehmenden Administration versucht man bei der TILAK durch die Einführung medizinischer Organisationsassistenten (MOA) in den Griff zu bekommen.

Dr. Günther Jonitz, der Präsident der Ärztekammer Berlin, beleuchtet die Rolle der Ärzteschaft in den Zeiten des Wandels. Wer versteht, welche Veränderungen in der Sozialen Stellung des Arztes in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, versteht auch warum die Ärzteschaft derzeit mit ihrer Berufssituation unzufrieden ist.


PODIUMSDISKUSSION:

In der abschließenden Podiumsdiskussion, welche von Dr. Andreas Schneider moderiert wurde, setzen sich Vertreter der Ärztekammer (Dr. Karl Forstner), eine Vertreterin eines Universitätskrankenhauses (Dr.in Alexandra Kofler) und Vertreter des Ärztenachwuchses (Dr.in Ursula Traunfellner vom Krankenhaus Hietzing und Dr. Alex Jakob Kilbertus vom AKh Linz) mit der realen Situation in österreichischen Krankenhäusern auseinander. Die Generation Y macht auch in dieser Podiumsdiskussion unmissverständlich klar, dass es ihr nicht an Leistungsbereitschaft mangelt, dass sie allerdings hohe Ansprüche an verträgliche Arbeitsbedingungen und vor allem an die Qualität der Ausbildung stellt.

>> Kongressbericht zum Download



Medizin&Management 2012

MISSION 365/24

Medizin & Management beschäftige sich beim diesjährigen Kongress des Weitmoser Kreises mit dem Thema
Krankenhaus als einziger 24-Stunden-Versorger!“. Vor rund 80 Interessierten referierten und diskutieren hochkarätige Experten zu den Themen Marktwirtschaft, Krankenhausfinanzierung, Planung und Versorgungsmodelle.

 

Das Krankenhaus Hietzing mit neurologischem Zentrum Rosenhügel öffnete für den Weitmoser Kreis und seine Gäste den Kursaal einmal ganz anders: So wurden Gymnastikbälle und Reha-Geräte eingetauscht gegen Ausstellerflächen, Networking-Zone und Vortragsbereich. 

 

Schnittstelle Stationär - Ambulant

Wieder einmal mehr hat der Weitmoser Kreis am 12. Oktober 2012 mit dem Programm und seinen Referenten aufgezeigt, wie sehr die Schnittstellenproblematik zwischen der stationären und ambulanten Versorgung das Management im Gesundheitsbereich beschäftigt.

 

„Paradies Marktwirtschaft“ – Hat Deutschland das bessere System?

Dr.in Rafaela Korte (Vorsitzende der Geschäftsführung der Kreiskliniken Reutlingen GmbH) skizzierte die Situation des deutschen Systems, welches eigentlich eine strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung vorsieht. ...

 

Reden wir übers Geld!

Geht es um die Finanzierung, so gäbe es  laut Mag. Michael Haas – Geschäftsführer haas:consult OG – längst keine Ambulanzen mehr: „In jedem anderem Bereich würde man chronisch finanzierte Leistungen aufgeben“. ...

 

Krankenhausversorgung im internationalen Vergleich

Einen internationalen Überblick über die ambulante Versorgung zu Randzeiten lieferte Dr. Thomas Czypionka, Leiter des Bereichs Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik am Institut für höhere Studien IHS Health Econ. ...

 

Zusammenarbeit intra-/extramural

Drei Beispiele für ambulante Versorgung lieferte Dipl. KH-BW Harald Maikisch, MSc MAS (Verwaltungsdirektor Landeskrankenhaus Feldkirch) in seinem Vortrag. Dabei arbeitete er als Erfolgskriterium für transmurale Zusammenarbeit heraus, dass man vor allem Treiber braucht, die neue Ideen aufgreifen, umsetzen und zudem sowohl verbindlich als auch kontinuierlich miteinander kooperieren. ...

 

Planung von Gesundheitsleistungen in Österreich

Über Gesundheitsplanung exemplarisch dargestellt anhand Wien sprach Dr. Otto Rafetseder, Leiter der Gruppe Gesundheitsplanung der Magistratsabteilung 24 der Stadt Wien. Hervorstechend ist dabei die Tatsache, dass die stationäre Planung im Vergleich zur ambulanten Planung um einiges besser ausgereift ist. ...

 

Das Ende der Sektorengrenzen

Ist es wirklich nur die Sprache, die uns trennt? Unter diesem Aspekt durchleuchtete einer der Weitmoser selbst, der sowohl das deutsche als auch das österreichische System sehr gut kennt, Modelle und Unterschiede: Dr. Franz Harnoncourt, Geschäftsführer der Malteser Deutschland gGmbH. ...

 

Die Ärzte-GmbH als Erfolgsmodell

Dr. Johannes Zahrl, Kammeramtsdirektor der Österreichischen Ärztekammer, versuchte nicht nur mit einem juristischen, sondern praktischen Einblick die Frage zu beantworten: „Kann die Ärzte-GmbH ein Erfolgsmodell sein?“ Sein Ergebnis: NEIN, aufgrund rechtlicher Regelungen. ...

 

Eine Diskussion rund um 2 Klassen von MedizinerInnen

Zum Abschluss geladen in Form einer Podiumsdiskussion waren Dr.in Rafaela Korte, Mag.a Ingrid Reischl (Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse), Univ.Prof. Dr. Thomas Szekeres (Präsident der Wiener Ärztekammer) und Dr. Wilhelm Marhold (Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes).

 In Deutschland beobachtet man eine deutliche Annäherung der Sektoren – Jetzt fordern Ärzte Wirtschaftsdenken ein. Der Unterschied zwischen Niedergelassenen und Ärzten in stationären Einrichtungen verringert sich, durch das aufeinander zubewegen beider Seiten, so Dr. in Korte. Dr. Szekeres sieht zukünftig das Problem vorrangig in der Verfügbarkeit: Er sprach über die Mobilität der Jungen, für die sich in ganz Europa ein Markt auftut. So ist in Österreich ein Ärzte-Mangel zu erwarten. Generell wünscht er sich mehr Niedergelassene und weniger Spitalsärzte.

Es gibt kaum Verschiebungen von Ärzten, die also vom Spitalsbereich in Gesundheitszenten gehen, meinte Mag.a Reischl. Aus ihrer Sicht wird es eine umso stärkere Klassendiversifikation, siehe Wahlärzte, geben, je mehr private Geldleistungen im Gesundheitsbereich stecken.

Dr. Marhold hat abschließend einen Blick in die Zukunft geworfen: „Das Spital der Zukunft wird ein Spital sein mit einem hohen Anteil an Erstversorgung. Unser Auftrag ist es keine Engpässe zuzulassen. Was wir brauchen werden“,  führte er weiter aus, „sind neue Dienstzeitmodelle und Teil-Kassenverträge“. Derzeit sieht er jedoch noch kein Nachwuchsproblem und wenn dann in ganz bestimmten Fächern wie etwa Pathologie. Er sorge sich in diesem Zusammenhang darüber, dass Unis zu wenige Ärzte ausbilden.

 

Ein Reformvorschlag für das österreichische Gesundheitswesen

Mit Veranstaltungsende geben die Weitmoser ihre erste Deklaration aus: Fünf Eckpunkte für das österreichische Gesundheitswesen sollen einer weiterführenden Diskussion dienen und zu einer aktiven Gestaltung beitragen.  >>> Lesen Sie mehr!

 

 

 

 

Medizin&Management 2011

Der diesjährige Medizin&Mangement Kongress, veranstaltet vom Weitermoser Keis, fand am 14. Oktober 2011 auf der UMIT - Private Universtität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Hall in Tirol statt.

"Kontroversen im Gesundheitssystem" war der Titel des Kongresses und lieferte den Teilnehmern viel Gesprächsstoff und interessante Diskussionen.

Nach der Begrüßung durch Landesrat DI Dr. Bernhard Tilg begann das Programm mit Herrn Prof. Dr. Anton Pelinka zum Thema "Ist Österreich reforum(un)fähig?

"Dem Gesundheitswesen geht es offenbar noch  zu gut. Es geht und noch nicht schlecht genug und der Leidensdruck müsste wachsen, um Reformen zu erwirken."

"Wenn wir vergleichend drauf schauen, geht es uns in Österreich gar nicht so schlecht, was wieder gegen Reformen sprechen würde."

so Dr. Pelinka, Professor of Politival Science an nationalism Studies, Central European University, Budapest


Brauchen wir eine Gesundheitsreform - Und wenn ja, welche?
Diese Frage stellte Herr Dipl-Vw. Dr. Max Laimböck und lieferte auch folgende Statements.

"Druck wirkt - auf Menschen immer und auch auf Spitäler."

"Österreich hat Sonderwege eingeschlagen im Verleich zu anderen Ländern wie Deutschland, Schweiz oder die Niederlande.... Bewegung in anderen Ländern durch Entpolitiserung der Spitäler, integrierte Versorgung organisiert über die Kassen; Leistungs- statt Abgabenfinanzierung."


Anschließend an die Pause referierte Herr Prof. Dr. Bernhard J. Güntert zur Fragestellung "Sie die Krankenhäuser
Kostentreiber im Gesundheitswesen?"

"Ursachen für die Kostentreiber sind Preise, Mengen und die Struktur der Versorgung. Krankenhäuser sind nicht Kostentreiber sondern Teil des Systems und reagieren weitgehend auf die Entwicklungen."

so Dr. Güntert vom Institut für Management und Ökonomie im Gesundheitswesen


Welche Möglichkeiten haben wir zur Analyse und Planung der ambulanten Versorgungsstruktur in Österreich - heute und in der Zukunft? - diese Frage versuchte DI Dr. Gerhard Fülöp zu beantworten.

"Wir bräuchten einen vereinheitlichten Katalog ambulanter Leistungen (KAL) mit dazugehörigen ICD10-Codes."


Der Nachmittag begann mit zwei Vorträgen zum Thema: EBM, HTA und Versorgungsforschung: Schlüssel zu mehr Effizienz und Versorgungsgerechtigkeit oder Innovationsbremse?

Herr Prof. Dr. Uwe Siebert MPH, MSc vom Department für Public Health und Health Technology Assessment UMIT gab folgende Statements ab.

"HTA = Advokat des Bürgers in der modernen Gesellschaft.
Ziele: Evidenzsysteme und Entscheidungsunterstützung; ist ein systematischer Ansatz und ein interdiszipliänerer Ansatz: Entscheidungen müssen getroffen werden!"

"Wir haben bei Naturkatastrophen, Krisen so viel Geld, warum haben wir das nicht im Gesundheitssystem?"

 
Frau Prof. Dr. med. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch vom Institut für Allgemeinmedizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main zu diesem Thema:

"Leitlinien sind eine Straßenkarte der Behandlungspfade und die Zusammenfassung der besten Evidenz....
Auch das Verfahren soll in guten Leitlinien dokumentiert sein. Richtlinien und Leitlinien werden allzuoft verwechselt."

 
Der letzte Teil des Kongresses beschäftigte sich mit dem Thema: Ergebnistransparenz im Gesundheitswesen: Chance oder Gefahr?

"Qualitätskliniken.de schafft einen Vergleich der 3 größten Klinikverbände in Deutschland, so entsteht ein Qualitätswettbewerb zwischen den Kliniken."

"Alle kennen ihre Baustellen, aber im Vergleich mit anderen ist der Impact viel höher."

"Solche Plattformen müssen für die, welche sie anweden, verständlich sein."

so Frau Dr. med. Heidemarie Haeske-Seeberg von Sana-Kliniken AG, Bereichsleiterin Sana-Qualitätsmedizin

"Bundesweite Ergebnisqualitätsmessung aus existierenden Routinedaten - am 1. April 2011 beschlossen - "A-IQI" ist der Name für diese Aktivitäten."

"Es geht nicht darum, Abteilungen schlecht zu machen, es ist ein Managementtool und in zweiter Linie ein Qualitätsverbesserungstool."


so Frau Dr. Sivia Türk vom Bundesministerium für Gesundheit, Abteilung Qualitätsmanagement und Gesundheitssystemforschung


Der Kongress wurde mit einer hitzigen Diskussion, ob wir nun eine Spitalsreform oder Gesundheitsreform haben abgeschlossen...
Konsens: das Grundübel ist die Sektorisierung und was abgeht ist die Diskussion wie die Überwindung der sektoralen Schnittstellen aussehen sollen.

Auftrag an die Organisationen der Diskutanten:

Dr. Johannes Schöch (Tiroler Gesundheitsfonds): miteinander Dinge tun - Projekte mit Mut angehen!

Dr. Gerald Bachinger (Patientenanwalt Niederösterreich und Sprecher der österreichischen Patienten- und Pflegeanwälte: kooperativ verhalten und Ergebnisqualitätsmessung!

Dr. Artur Wechselberger (Präsident der Ärztekammer für Tirol): Offenheit und Ehrlichkeit in der Diskussion; Mellitopulos; jetzige politische Konstellation ist schwieriger als je zuvor, Prävention in Tirol stärker zu fahren ist wichtig!

Dr. Heinz Brock, MBA: Wettbewerb der Leistungen um Wettbwerb der Qalität ersetzen!

Medizin&Management 2010

Hochkarätig und spannend: So präsentiert sich der Weitmoser Kreis mit seiner zweiten Veranstaltung Medizin&Management, dieses mal zum Thema „Ärzte führen: Tools & Trends“ im Kurhaus des Krankenhauses Rosenhügel am 15. Oktober 2010.

„Wir wollen eine Plattform für Ärzte in Führungspositionen sein und als Sprachrohr für Positionen, Kommentare, Themen und Sorgen dienen“,

„Für die Positionierung von Ärzten ist Medizin&Management ideal, wo sie sich bereit erklären und sich auch so verstehen für mehr als nur für Medizin Verantwortung zu übernehmen.“

so der Sprecher des Initiators, Dir. Dr. Franz Harnoncourt
 


Einleitend zog der Intendant des Theaters an der Wien, Roland Geyer, Parallelen zwischen Kultur- und Gesundheitsbetrieb: „Die Kunst ist den Spagat zwischen dem was man hat und dem was man möchte zu schaffen und dabei Spitzenleistung zu erbringen.“

Besonders streicht er die fünf großen C´s der Teamführung hervor: Comitment – Communication – Charakter – Competence – Connection.

 „Sie müssen Teamgeist schaffen, denn niemand kann eine Symphonie alleine pfeifen, es bedarf eines Orchesters.“
Spitzenleistung durch Effizienzsteigerung, als Manager für sein Konzept Rückhalt vom Eigentümer zu haben, Kooperation und sich in der Kommunikation vervielfältigen, erklärt Wilhelm Marhold vom Wiener Krankenanstaltenverbund, als Steuerungstools für einen großen Gesundheitskonzern. 
  

„Mediziner müssen sich gesamtheitlich in die Gestaltung der Krankenhäuser einbringen und mit Partnerinstituten zusammenwirken.“
Univ.Prof. Dr. Reinhard Krepler
 


Die Gesamtsteuerung soll dem Ganzen verpflichtet sein

„Sie werden an Kooperationen nicht vorbei kommen“,
appelliert Ralph Grossmann  der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. In seinen Ausführungen behandelt er weiter die traditionelle Organisationsstruktur eines Krankenhauses: „Wenn es NPOs nicht gelingt für ihren Erfolg eigene Kriterien zu finden, brauchen sie sich nicht wundern, dass dieser immer nur an betriebswirtschaftlichen Leistungen gemessen wird.“
Seine Vision der idealen Organisationsstruktur: Kliniken und Abteilungen zu größeren Clustern zusammen zu führen und eine Gesamtsteuerung eines Departments durch einen der kollegialen Führung vorgeschalteten Manager mit Organisations- und Betriebswirtschaftskompetenz. Dabei betont er, dass all diese Konzepte maßgeschneidert sein müssen.

Lernen von der Industrie und von Tibet
Reinhard Krepler vom AKH Wien berichtet von seinen Erfahrungen eines Qualitätsmanagements-Systems:
„Wir haben Vergleiche zu Industrie- und Handelsunternehmen und auch dort kann man von der best practise lernen.“
Kriterien für erfolgreiches Qualitätsmanagement sind für ihn, dass sich jeder verantwortlich fühlt und alle MitarbeiterInnen einbezogen werden. Als entscheidend für Krankenhausführungskräfte sieht er die Themen Krankenhaus-Hygiene und Sturzprophylaxe.
 

Mag. Christian Partner fordert das Auditorium auf:
“Fangen Sie an wahrzunehmen!“ Er empfiehlt sich einfach hinzustellen, etwa in eine Ambulanz, und zu beobachten und stellt die Frage: „Für was sind Sie verantwortlich?“ Aus seiner Sicht gibt es vier Stufen der Verantwortung: In erster Linie zählen dazu die Leistungen und Leistungsfähigkeit für sich selbst, die der Mitarbeiter, die des Systems und schlussendlich die der Gesellschaft. Viele seiner Erfahrungen sammelte Partner während seines Tibet-Aufenthaltes, aus diesen er den Führungskräften empfiehlt:

„Nimm keinen Fehler an und gib keinen Fehler weiter – stellen Sie sich die Frage warum ist etwas passiert und nicht wer ist schuld, sorgen Sie für Krisen und magic moments und überprüfen Sie jährlich: Ist das der richtige Mitarbeiter und sitzt dieser auch am richtigen Platz!“
so Mag. Christian Partner

 

Thomas Czypionka vom Institut für höhere Studien, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Ambulante Versorgung – Mythen und Wirklichkeit“ und kommt zu dem Schluss, dass es auf den Fall ankommt, ob Ambulanzen günstiger sind.

„Die zentrale Frage ist: Wie wird relevante Information präsent und ich gehe noch weiter, irrelevante nicht präsent“, so Andreas Holzinger der medizinischen Universität Graz, „Denn mehr Daten sind nicht mehr Informationen und mehr Informationen nicht mehr Wissen“. Herausfordernd werde die Diskrepanz zwischen der stetig leistungsfähigeren IT und der Tatsache, dass sich jedoch der Mensch nicht in diesem Ausmaß verändert. So ist er überzeugt, dass Prozesse, Menschen und Computer  Hand-in-Hand gehen müssen.


Aktuelle Trends im Gesundheitswesen

Der dritte Kongressblock lud ein in die Zukunft zu schauen:

"Die Strukturen von übermorgen, müssen heute geplant, um morgen geschaffen werden zu können“, so Andreas Herbert Birner von der Gesundheit Österreich GmbH, „Ja, Leistungen im stationären Bereich sind planbar. Das Fortschreiben von retrospektiven Daten und demografischen Diagnosen ist nicht Planung.“ Gerald J. Pruckner der JKU Linz ergänzt: „Wir diskutieren in der Öffentlichkeit nur die Ausgaben. Man muss in Frage stellen, ob das richtig ist.“ Er als Ökonome verstehe nicht, warum keine größere Vorsorgeinitiative angegangen wird, denn Ausgaben sind ein adäquates Wohlfahrtsmaß.

 

„Das Ziel des Weitmoser Kreises ist es, Tagungen zu veranstalten, die sich von den üblichen Krankenhaustagungen unterscheiden, weil sie Probleme aus Sicht der Medizin und der Ärzte betrachten.“
Univ.Prof. Dr. Wolgang Buchberger
 

 

„Medizin&Management ist der Versuch eine Entwicklung in Gang zu setzen! Je mehr diesen Weg mitgehen, desto besser.“
Dir. Dr. Heinz Brock, MBA
 

 

"Professionalisierung im Kerngeschäft Medizin und Pflege und Professionaliät im Management in der Unternehmensorganisation. Der KAV fühlt sich in seinm Weg durch EFQM Anerkennung „Committed Excellence“ bestätigt und das Ergebnis muss die nachweisbare Qualität im Kerngeschäft und der Organisation sein."
GD Dr. Wilhelm Marhold

 

„Medizin&Management zeigt, dass es nicht nur um Standespolitik geht, sondern um Qualifikation und Gesundheitspolitik.“
Mag. Roland Schaffler
 

 

Abschließend diskutierte Roland Schaffler mit Heinz Brock, AKH Linz, und Werner Beier, Siemens Austria: „Welche Ähnlichkeiten zwischen der Organisation Wirtschaft und Gesundheit können wir uns zu Nutze machen?“, so Schaffler an die beiden Experten. „Es ist unsere Pflicht, wenn es Verbesserungen gibt diese zu nutzen“ zeigt sich Brock überzeugt. Er hat am AKH Linz einige volkswirtschaftliche Tools wie die Balance Score Card und Prozessmangement, implementiert, mit dem Erfolg, kürzlich von der Quality Austria mit dem Staatspreis Unternehmensqualität ausgezeichnet worden zu sein. Werner Beier auf die Frage warum im Krankenhaus oftmals so schwer ist, was in der Wirtschaft seit 15 Jahren so gut funktioniert: „Aufgrund der Unterschiede wie etwa der kammeralistischen Betrachtung.“ Er ist weiter überzeugt, voneinander lernen zu können. Er spricht über zwei völlig verschiedene Systeme und führt aus, dass eine isolierte Diskussion über Kosten ohne auch über die Inhalte zu sprechen eine sinnlose Diskussion ist, da man auch den Output betrachten muss.

„Wir wissen nun nicht wesentlich mehr, aber auf einem wesentlich höheren Niveau“, scherzt ein Weitmoser zum Abschluss und lädt die Gäste noch zu einer Alpenlachsverkostung ein. Schon fast zum Pflichttermin etabliert, dürfen Sie sich für das nächste Jahr bereits folgenden Termin vormerken: Medizin & Management Kongress, 14. Oktober 2011 in Hall i. Tirol